t-online

Sprachen

Deutsch

Sitz

Berlin und Frankfurt am Main

Betreiber

Ströer Media

t-online ist ein deutsches Nachrichtenportal. Von 1995 bis 2015 war es ein Online-Portal der Deutschen Telekom. Seit November 2015 gehört es Ströer Media, einem Vermarkter von Online- und Außenwerbung, und wird von diesem als Newswebsite betrieben und ausgebaut.[1][2]

Über alle Endgeräte, Kanäle und Medien veröffentlicht t-online.de Nachrichten, Meinungen und Erklärformate zum aktuellen Weltgeschehen in den Rubriken Politik, Panorama, Sport, Unterhaltung, Digital, Finanzen, Auto, Gesundheit, Heim und Garten, Leben, Spiele und Video.[3] Neben traditionellem Online-Journalismus legt das Portal einen Fokus auf mobile Angebote und konzentriert sich auf neue Kanäle wie Voice und Außenwerbung.[4]

Das Portal erreicht nach Angaben der Ströer-Gruppe im Jahr 2017 rund 29 Millionen Personen („Unique User“) pro Monat.[5] Laut Auswertungen des Branchendienstes Meedia gehörte t-online.de, gemessen an seiner Onlinereichweite, im Jahr 2019 zu den Top-5-Medienmarken in Deutschland.[6]

Die Angebote des ehemaligen Portal-Betreibers Deutsche Telekom – der E-Mail-Dienst sowie Medien- und Kundencenter, die weiterhin von der Deutschen Telekom betrieben werden – sind auf der Website weiterhin prominent verlinkt.[7]

Die Inhalte von t-online entstehen seit 2017 in der Zentralredaktion in Berlin unter der Leitung von Chefredakteur Florian Harms (ehemals Chefredakteur Spiegel Online).[8] Neben dem Standort Berlin sind in Frankfurt am Main der Geschäftsführer der Ströer Digital Publishing, Tobias Fella,[9] sowie Produktmanagement, IT und Vermarktung angesiedelt.[10]

1995 wurde der bestehende Onlinedienst BTX der Deutschen Telekom in T-Online umbenannt.[11] Im September 1995 gründete die Deutsche Telekom das Portal t-online.de als Anlaufstelle für das Internet und die E-Mail-Kommunikation. Neben aggregierter und redaktioneller Nachrichten streamte t-online.de exklusive Inhalte wie den weltweit ersten Live-Video-Chat mit einem Astronauten im Weltall.[12] 1996 wurde die damalige Online Pro Dienste GmbH & Co. KG aus der Deutschen Telekom ausgegliedert.[11]

Zum 1. Januar 2000 erfolgte die Umbenennung in T-Online International AG und die Änderung der Gesellschaftsform in eine Aktiengesellschaft.[13] Am 17. April 2000 wurde die T-Online-Aktie erstmals an der Börse gehandelt. Ihr Emissionspreis betrug 27 Euro; die Aktie war 20-fach überzeichnet. Mitte Juni 2000 wurde die Aktie in den Aktienindex Nemax-50 des Neuen Markts aufgenommen.[14]

Ab 2005 wurde zunächst im Rahmen der DSL-Verbreitung und des Ausbaus das gesamte Angebot nach und nach in die Sparte T-Home ausgegliedert.

Ende 2006 wurde T-Online vom Mutterkonzern Telekom zurückgekauft.[15] Die Verschmelzung scheiterte lange am erbitterten Widerstand der zahlreichen Kleinaktionäre.[16] Am 17. September 2010 veröffentlichte die Deutsche Telekom im Bundesanzeiger eine technische Bekanntmachung über die Nachbesserung des Umtauschverhältnisses im Zusammenhang mit der Verschmelzung der ehemaligen T-Online International auf die Deutsche Telekom.[17]

Im November 2015 verkaufte die Deutsche Telekom die Website t-online.de und den Vermarkter Interactive Media an Ströer.[18] Zuvor waren Gespräche mit dem Medienkonzern Axel Springer gescheitert.[19] Neben Nachrichten und Reportagen haben Kunden auf t-online.de weiterhin Zugriff auf ihre E-Mail-Konten und die Telekom-Medien- und Kundencenter.[20] Der Kaufpreis betrug rund 300 Millionen Euro. Die Transaktion erfolgte auf dem Wege einer Kapitalerhöhung von Ströer gegen Sacheinlage der beiden Gesellschaften; die Deutsche Telekom erhielt dabei einen Anteil von 11,6 Prozent an Ströer.[21]

Im August 2016 wurde t-online.de Teil der Ströer Digital Publishing GmbH.[22] Standort der Gesellschaft ist Frankfurt am Main.[23] Die neue Zentralredaktion hat ihren Sitz in Berlin.[24]

2017 baute t-online.de in Berlin eine neue Zentralredaktion unter der Leitung von Chefredakteur Florian Harms auf.[25]

Am 25. März 2019 erhielt die Website ein neues Logo. Es enthielt erstmals nicht mehr das typische Telekom-T. Von der Magenta-Farbe ist nur noch ein kleiner Punkt übriggeblieben, der der bis dahin 24-jährigen Geschichte von t-online.de Rechnung tragen soll.[26]

Am 31. August 2020 wurde das Logo erneut überarbeitet und enthält nun nur noch den Schriftzug t-online. statt t-online.de. Der quadratische Punkt ist weiterhin im Telekom-Magenta gestaltet. Das Portal trägt den Untertitel „Nachrichten für Deutschland“. Seit 3. Mai 2022 wird der Untertitel auch im Logo am Kopf der Seite verwendet.

T-Online geriet im Oktober 2010 mit seinem Einkaufsportal Einkaufswelt in die Kritik, als sich herausstellte, dass Nutzerbewertungen zu Produkten nicht von tatsächlichen Nutzern, sondern von der Agentur Textprovider geschrieben worden waren. Die Agentur hatte 1000 Texte zwischen 80 und 180 Wörtern geliefert, die als Konsumentenbewertungen von Kunden eingestellt wurden. Die Telekom erklärte, dass ihr der Auftrag nicht bekannt gewesen sei, und ließ die fraglichen Bewertungen löschen.[27]

Logo von 2013 bis 24. März 2019
Logo von 2019 bis August 2020
Logo seit 31. August 2020