Margaret Jones

Margaret Jones († 15. Juni 1648) war das erste Opfer der Hexenverfolgung von 1648 bis 1663 in der Massachusetts Bay Colony.[1][2]

Jones lebte in Charlestown, heute ein Teil von Boston, war Hebamme und Heilpraktikerin. Die Anschuldigungen gegen sie bezogen sich auf ihre Geburtshilfetätigkeit. Es gibt zwei Hauptinformationsquellen zu dem Hexenprozess gegen sie: das Tagebuch von Gouverneur John Winthrop und die Beobachtungen von Minister John Hale, der als zwölfjähriger Junge Zeuge von Jones’ Hinrichtung geworden war. Margaret Jones wurde am 15. Juni 1648 wegen Hexerei exekutiert. Margaret Jones war mit Thomas Jones verheiratet. Er wurde ebenfalls der Hexerei verdächtigt, aber nicht verurteilt.[3]

Zu den Mitgliedern des Gerichts, das Margaret Jones wegen Hexerei anklagte und verurteilte, gehörten der Gouverneur John Winthrop und mehrere andere Gründer der Massachusetts Bay Colony. Zu den weiteren Mitgliedern gehörten der stellvertretende Gouverneur Thomas Dudley und die Hilfsgouverneure John Endicott, Richard Bellingham, William Hibbins, Increase Nowell, Simon Bradstreet, John Winthrop jr. und William Pynchon.

Winthrop vermerkte, Jones hätte eine „böswillige Art zu berühren“, hellseherische Kräfte und ihre medizinischen Behandlungen hätten eine „außergewöhnlich heftige Wirkung“. Menschen, die ihre Behandlung verweigert hätten, hätten anschließend verschlimmerte Leiden gehabt, die andere Ärzte sich nicht erklären könnten.[1]