Curt Hillig

Curt Hillig (* 18. Februar 1865 in Leipzig; † 28. April 1939 ebenda) war ein deutscher Jurist.

Curt Hillig war der älteste Sohn des Rechtsanwalts und Notars Friedrich Eduard Hillig und seiner Ehefrau Marie geb. Schomburgk. Nach dem Abitur an der Thomasschule zu Leipzig studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Heidelberg und Leipzig. 1885 wurde er Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg.[1] In Leipzig wurde er 1889 zum Dr. jur. promoviert. 1893 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen und war von 1895 bis 1900 Direktor der Leipziger Hypothekenbank. Ab 1902 übte er seine Tätigkeit als Rechtsanwalt am Landgericht Leipzig gemeinsam mit Johannes Mittelstaedt aus, bis dieser 1910 als Rechtsanwalt am Reichsgericht zugelassen wurde. 1914 verlieh ihm der König von Sachsen den Titel „Justizrat“.

1915 wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrats des Verlags Bibliographisches Institut AG; er übte dieses Amt bis zu seinem Tod aus. Seit 1917 war er zudem Notar in Leipzig und später Vorsitzender des Vereins der Notare im Landgerichtsbezirk Leipzig. 1920 wurde er Vorstandsvorsitzender des Leipziger Anwaltvereins. Ab 1919 war er Rechtsberater des Deutschen Verlegervereins, der ihm 1936 die Ehrenmitgliedschaft verlieh, und zugleich auch Rechtsberater des Vereins Deutscher Chemiker. Curt Hillig war vielfach auf den Gebieten des Gewerblichen Rechtsschutzes, des Urheberrechts und des Verlagsrechts tätig. Bei den Londoner Schuldenverhandlungen beriet er die Deutsche Reichsregierung. Seit 1923 übte er seine Berufstätigkeit gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Georg Greuner aus, der 1943 Rechtsanwalt am Reichsgericht und 1953 Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof wurde, und seit 1927 gemeinsam mit seinem Sohn Eduard Hillig, ebenfalls Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg. Seit 1935 war Curt Hillig ehrenamtliches Mitglied des Notarsenats beim Reichsgericht. Viele Jahre war er Mitglied des Deutschen Vereins für den Schutz des gewerblichen Eigentums (heute: Deutsche Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht).

Curt Hillig war verheiratet mit Alice, geb. Mehlgarten, einer Urenkelin des Verlegers Benedictus Gotthelf Teubner. Nach seinem Tod wurde er im Wandgrab der Familie Hillig auf dem Neuen Johannisfriedhof in Leipzig beigesetzt.