Coryphodon

Zwei Coryphodon

Coryphodon ist ein ausgestorbenes Säugetier, das von Ende des Paläozäns bis zum frühen Eozän, also vor rund 59 bis 51 Millionen Jahren lebte. Die Art wurde 1845 von Richard Owen beschrieben.

Coryphodon erreichte ein Lebendgewicht von einer halben Tonne und über einen Meter Schulterhöhe. Der Körper erreichte bis zu 2,25 Meter Länge. An den Backenzähnen erkannte man ihre herbivore Ernährungsweise. Der Körper waren tonnenförmig, die Beine hingegen relativ kurz und stämmig. Die Männchen besaßen "Reißzähne", die wohl bei Rivalenkämpfen zum Einsatz gekommen sind. Interessant ist, dass Coryphodon im Verhältnis zum Körper das kleinste Gehirn aller Säugetiere hatte. Es wog 90 Gramm und machte daher 0,018 % des Körpergewichts aus.

Aufgrund des relativ plumpen Körperbaus ist eine halb-aquatische Lebensweise sehr wahrscheinlich. Es fraß wahrscheinlich Blumen und Wasserpflanzen. Coryphodons natürlichen Feinde waren carnivore Cimolesta. Es war eine relativ leichte Beute, da es weder schnell war, noch irgendeinen Schutz besaß.

Obwohl Coryphodon einem Flusspferd sehr ähnlich sah, war er nicht einmal entfernt mit ihnen verwandt. Stattdessen ist er der Namensgeber und größte Vertreter der Coryphodontidae. Die Coryphodontidae gehörten zu den Pantodonten, einer primitiven Säugerfamilie, die ihre Blütezeit im Paläozän und Eozän erlebte. Die Pantodonten waren die ersten bekannten Säuger, die überhundegroße Ausmaße erreichten. Am Ende des Eozäns wurden sie wahrscheinlich von effektiveren und schnelleren Weidetieren wie den Brontotheriidae verdrängt.

Coryphodon auf dem Weg ins Wasser