Computerspiel-Remake

Remakes von Computerspielen sind Neuauflagen, die mit umfangreichen Arbeiten am Kern des Spiels, der Grafik sowie dem Gameplay einhergehen, um sie an moderne Standards anzugleichen. Davon abgegrenzt werden Remaster-Fassungen, die auf andere Hardware übersetzt oder technisch leicht angepasst wurden.[1] Eine Portierung hingegen ist lediglich eine Übertragung eines Spiels auf ein anderes System, die der Vorlage qualitativ ebenbürtig oder gar unterlegen ist, da entweder die technischen Voraussetzungen der Originalplattform auf der Zielplattform nicht gegeben sind oder die Portierung unter starkem Kosten- und Zeitdruck entstanden ist.[2] Da es für Wiederveröffentlichung alter Spiele in überarbeiteter Version einen Markt gibt, die Kosten überschaubar bleiben und das wirtschaftliche Risiko eher gering ist, wird von Publishern häufig der Remaster-Ansatz anstelle eines umfangreicheren Remakes gewählt.[3] Remaster-Projekte werden mitunter als Lückenfüller zwischen den Produktionen neuer aufwändiger Titel eingesetzt, um das Personal zu halten. Der Aufwand, ein gelungenes Remaster zu produzieren, kann jedoch auch hoch sein.[4]

Unlizenzierte Computerspiel-Klone werden mitunter ebenfalls als Remakes bezeichnet. Der Übergang zum Fangame ist dabei fließend.[5]