Bimini (Bahamas)

Bimini IPA: [ˈbɪmɪniː] ist eine Inselgruppe und ein Distrikt der Bahamas. Zum Distrikt gehört neben der Inselgruppe auch die Cay Sal Bank. Hauptinseln sind Nord-Bimini und Süd-Bimini. Nord-Bimini ist rund 11 km lang und 210 m breit, der Hauptort ist Alice Town, eine Ansammlung von Geschäften, Restaurants und Bars, die an einer Straße liegen („The King's Highway“). Auf Süd-Bimini sind nur eine Landebahn und zwei Hotels, diese Insel bietet daher eine ruhige Alternative zum regen Treiben auf Nord-Bimini.

Bimini liegt rund 80 km östlich von Miami Beach. Die Inseln sind vor allem als Anglerparadies bekannt. Da sie nicht weit von Miami (Florida) entfernt sind, werden die Inseln von vielen US-amerikanischen Anglern mit dem Boot besucht. Tauchen und Schnorcheln sind ebenfalls populäre Aktivitäten, da es in der Gegend zahlreiche Schiffswracks gibt.

Auf Bimini gibt es zahlreiche Orte, denen mystische Eigenschaften oder mythisch-legendäre Ursprünge nachgesagt werden. Der bekannteste dieser Orte ist die sogenannte Bimini Road, die auch mit Platons Atlantis in Verbindung gebracht wurde.

Die Bimini Road, welche auch unter der Bezeichnung Bimini Wall bekannt geworden ist, gehört zu den touristischen Attraktionen Biminis. Diese etwa 800 m lange und in ca. sechs Meter Tiefe im flachen Küstengewässer vor dem Paradise Point, Nordbimini, gelegene Formation aus großen, annähernd rechteckigen Kalksteinblöcken ist auch für ungeübte Taucher und Hobby-Schnorchler leicht zu erreichen.[1] Seit Jahrzehnten liefert sie Stoff für Diskussionen und Spekulationen über ihren Ursprung. Während die meisten Wissenschaftler die Bimini Road für eine natürlich entstandene, geologische Struktur halten, vertritt eine Minderheit die Annahme, sie sei vor Jahrtausenden, als der Meeresspiegel noch niedriger lag, von Menschen erbaut worden.

Fakten über Juan Ponce de León und seine Suche nach der Quelle der Jugend sind so mystisch wie die Quelle selbst. Ob es die Arawak oder ihre Verwandten, die Taíno-Indianer, waren, die de León die Geschichte erzählt haben, ist nicht geklärt, aber beide Versionen der Geschichte behaupten, dass Einheimische von einem Land namens „Beemeenee“ erzählt haben, wo die Quelle zu finden sei. Während die Expedition de León nach Florida brachte, gibt es weiterhin Gerüchte, die Quelle könnte in den seichten Tümpeln in South Bimini gefunden werden.

Im Salzwasser des Mangrovenwaldes, der vier Meilen von North Bimini bedeckt, befindet sich das heilende Loch, ein Tümpel, der am Ende eines Tunnelnetzes liegt. Während der Ebbe wird aus diesem Tunnelsystem kaltes und mineralreiches Süßwasser in den Teich gedrückt. Natürliches Lithium und Schwefel sind zwei der Elemente, die in diesem Wasser enthalten sein sollen. Das Wasser soll eine heilende Wirkung besitzen, und Besucher sprechen von einer geistigen und körperlichen Verjüngung nach ihrem Besuch.

Amerikanische Investoren planen auf Bimini die Touristenanlage Bimini Bay Resort. Sie soll über 1000 Appartements, 450 Villen, ein Luxushotel, Restaurants, ein Casino, ein Wellness-Center, einen Golfplatz und einen Yachthafen mit rund 400 Anlegeplätzen umfassen. Mit der Unterstützung von Reiseveranstaltern und Tauchgästen aus aller Welt konnte die Bevölkerung diese für die Natur verheerenden Pläne kürzen. Ganz verhindern ließ sich das Projekt bisher nicht. Weiterhin wehrt sich ein Teil der Bewohner von Bimini gegen die Realisierung des Projektes.[2]

Abaco | Acklins | Andros | Berry Islands | Bimini | Cat Island | Cay Sal Bank | Crooked Island | Eleuthera | Exumas | Grand Bahama | Inaguas | Long Island | Mayaguana | New Providence | Ragged Island | Rum Cay | Samana Cay | San Salvador

Schiffswrack am Südende von North Bimini