1477

Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender | Tagesartikel
| 14. Jahrhundert | 15. Jahrhundert | 16. Jahrhundert |
| 1440er | 1450er | 1460er | 1470er | 1480er | 1490er | 1500er |
◄◄ | | 1473 | 1474 | 1475 | 1476 | 1477 | 1478 | 1479 | 1480 | 1481 |  | ►►

Staatsoberhäupter · Nekrolog

Jahr des Feuer-Hahns 丁酉 (am Beginn des Jahres Feuer-Affe 丙申)

Syrien: 1788/89 (Jahreswechsel Oktober)

Am 5. Januar fällt Karl der Kühne von Burgund in der Schlacht bei Nancy gegen Herzog Réné von Lothringen und die Eidgenossenschaft. Damit enden die seit 1474 andauernden Burgunderkriege. Die burgundischen Lande erbt Maria von Burgund, die Tochter Karls des Kühnen. Am 11. Februar garantiert sie den niederländischen Provinzen im Großen Privileg weitgehende Freiheiten.

Doch Frankreichs König Ludwig XI. macht Ansprüche geltend und nimmt die burgundischen Städte in der Picardie, Artois, Flandern, Hennegau und das Herzogtum Burgund als eröffnetes Mannlehen. Weitere Gebietsgewinne erreicht er nicht, denn am 19. August heiratet Maria Maximilian I., der damit Gebiete in den Niederlanden und in Frankreich für das Haus Habsburg erwirbt.

Nach der Schlacht gründen zurückgekehrte Urner und Schwyzer Kriegsleute, die mit der Beuteverteilung unzufrieden sind, die so genannte Gesellschaft vom torechten Leben, die in Richtung Westschweiz aufbricht, um von Genf die versprochene Brandschatzsumme zu fordern. Dem so genannten Saubannerzug schließen sich unterwegs auch Kriegsknechte aus anderen Orten der Zentralschweiz an. Die Zahl der am Zug Beteiligten wird auf 1.700 Leute geschätzt. Bern und die anderen eidgenössischen Orte sowie die Städte Genf, Basel und Straßburg, die sich gerade in Verhandlungen mit Frankreich und Savoyen befinden, entsenden Gesandte zu den Aufständischen, denen es am 4. März gelingt, den Zug, der bereits bis Payerne und Lausanne gelangt ist, zu stoppen. Genf muss einen Teil des geschuldeten Geldes sofort auszahlen. Für den Rest werden Geiseln gestellt. Nach dem Zug geht Genf mit Bern und mit Freiburg das erste Burgrecht ein, um sich vor weiteren Freischaren zu schützen. Der daraus resultierende Konflikt zwischen den Stadt- und Landorten wird erst durch das Stanser Verkommnis 1481 beigelegt.

Mit dem Ende des Ōnin-Krieges beginnt in Japan die Sengoku-Zeit, eine knapp hundertjährige Epoche, in der das Shōgunat seine Bedeutung verloren hat und es keine Zentralgewalt gibt. Die Epoche wird auch als Zeit der Streitenden Reiche bekannt. Mit dem Ende der Zentralstaatlichkeit tritt in dieser Zeit ein neuer Typ Feudalherr auf, der Shugo-Daimyō.

Schlacht bei Nancy
Maria als Herrscherin umgeben von den Wappen ihre Untertanengebiete.
Der Saubannerzug vor der Stadt Bern (Berner Chronik)
Die Feldzüge des Matthias Corvinus 1458–1490
Bildnis des Johannes Nauclerus auf einem Gemälde aus dem Bestand der Tübinger Professorengalerie
Tafel mit der Jahreszahl 1477 am Linzer Tor in Stein an der Donau
Frankreich 1477